"Margetshöchheim benötigt gute Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, aber ebenso gute Ideen und noch viel mehr einen guten Programmplan für die Aufgaben der nächsten Jahre" Betonte Bürgermeisterkandidat Lukas Götz bei der Eröffnung des Themen- und Gesprächsabends "Auf ein Wort", zu dem er mit seinem Team eingeladen hatte. Inhaltliche Schwerpunkte hat das Team schon in vergangenen Veranstaltungen gesetzt – etwa zu Klosterareal, Energie- und Wärmenetzplanung und zuletzt bei der Winderwanderung zu Eigenwasserversorgung, Streuobstwiesen, Wald und Forst sowie Freifeld-PV-Anlage.
Nun hatten sich drei Themengruppen aus der Gemeinderatsliste in den vergangenen Monaten mit der Zukunft Margetshöchheims beschäftigt - gegliedert in:
• A: Finanzen, Bau & Infrastruktur
• B: Energie, Umwelt & Wirtschaft
• C. Gemeinschaft, Ehrenamt & Kultur.
"Zusammen haben wir uns viele Gedanken dazu gemacht, was uns für Margetshöchheim in Zukunft wichtig ist, welche Themen wir angehen und wie diese umsetzen wollen. Dankbar sind wir für den regen Austausch mit vielen Bürgerinnen und Bürgern in der vergangenen Zeit. Es wird mehr denn je um die Abwägung und Entscheidung gehen, was notwendig und dringlich ist und was anderseits erst einmal „nur“ wünschenswert und aufschiebbar ist. Bei allen guten Ideen gilt es, sich nicht zu verzetteln oder falsche Versprechungen zu machen, sondern überlegt, strukturiert und sinnvoll die einzelnen Themenbausteine anzupacken." fügte Götz hinzu und gab das Wort an die einzelnen Gruppen. Informationen im Detail entnehmen Sie gerne der Präsentation.
Bedarfsgerecht planen und priorisieren: Finanzen, Bau und Infrastruktur
In der Themengruppe A mit Christian Boll, Lukas Götz, Leonard Haupt, Sven Jungbauer, Fabian Pfeffer und Andreas Winkler wurden zuerst die zahlreichen abgeschlossenen Baumaßnahmen der vergangenen Jahre benannt - vom Rathaus über den Parkplatz Ludwigstraße bis zum Mainsteg, die allesamt viel Geld gekostet haben. Gleichzeitig sind mit den wichtigen Investitionen in Schule und Kindergarten sowie der schrittweisen Sanierung des Straßen-, Kanal- und Versorgungsnetzes sowie Fahrzeugbeschaffung für die die Feuerwehr die nächsten Maßnahmen vorgezeichnet und damit die Handlungsmöglichkeiten der Gemeinde aktuell sehr eingeschränkt. Das be-legen die Haushaltszahlen der Gemeinde, wegen derer etwa der geplante weitere Ausbau der Mainlände vorerst verschoben werden muss. Mehr denn je gilt es, Aus-gaben (etwa Betriebskosten Friedhof) zu senken, Fördertöpfe zu nützen, Kooperationen zu suchen (etwa Bauhof), v.a. aber Margetshöchheim als attraktiven Wohn- und Gewerbeort zu erhalten, um Einkommens- und Gewerbesteuer zu sichern, so Christi-an Boll für die Gruppe. Trotz der angespannten Lage, wolle man zeitnah mit den Planungen für ein Gemeindezentrum auf dem Klosterareal einsteigen. Dazu sei, so Andreas Winkler, ein nachhaltiges, realistisches Raumnutzungs- wie Finanzierungs- und Betriebskonzept für das Areal nötig. Nicht alle guten Ideen werden sich dort realisieren lassen, aber mit Engagement, Kooperationen und Unterstützung von verschiede-ner Stelle möchte man trotz geringer Mittel die richtigen Weichen stellen, resümierte Lukas Götz.
Grundlagen für morgen erhalten und gestalten: Energie, Umwelt und Wirtschaft
Es folgte die Themengruppe B mit Simon Blaß, Simon Haupt, Bernd Scheumann und Daniel Thienert. Die Eigenwasserversorgung gelte es unbedingt weiter zu erhalten. Viel Geld hätte die Gemeinde in den vergangenen Jahren in die Hand genommen, was sich leider auch am gestiegenen Wasserpreis ablesen lässt, so Bernd Scheumann. Gleiches gelte für die Pflege der Streuobstwiesen wie des Waldes. Auch im Hinblick auf die klimatischen Veränderungen möchte man die Gemeinde gut auf-stellen. Die Energie- und Wärmenutzungsplan und E-Mobilität werde man forcieren und die Energiewende auch in öffentlichen Gebäuden nach und nach umsetzen. In dieser Verbindung betonte Simon Blaß, PV-Anlagen im Altort weiter zu unterstützen – in gleicher Weise die Freifeld-PV-Anlage sowie ein weiteres mögliches Windrad. Die Maßgabe sei, so Simon Haupt, dabei offen und pragmatisch sinnvoll, nicht ideologisch engstirnig vorzugehen. Im nächsten Themenpunkt stellte Haupt die Bedeutung der Margetshöchheimer Gewerbetreibenden sowie Chance der interkommunalen Kooperation heraus. Hier habe man sich in der Vergangenheit bereits sehr offen gezeigt. Das gelte es weiter auszubauen - im Sinne: „Gemeinsam erreichen wir mehr“ - eine wunderbare Überleitung zur dritten Themengruppe C
Auf das „Wir kommt es an!“ – Demokratie lebt vom Miteinander: Gemeinschaft, Ehrenamt & Kultur
Zur dritten Gruppe gehören Maria Brohm, Anette Heinrich, Beate Hogen, Dr. Markus Hüller, Daniela Oppmann sowie die erfahren Kräfte Waldemar Brohm und Norbert Götz.
Gemeinschaft ist die Grundlage für alles - das rege Vereinsleben, das gute Miteinander zwischen allen, die in Margetshöchheim leben, und die Möglichkeit mitzugestalten und anzupacken, eröffnete Daniela Oppmann. Man werde die Vereine, Gruppierungen und bürgerlichen Initiativen weiter unterstützen - in der digitalen Vernetzung wie auch darin, Nachwuchs für das Ehrenamt zu gewinnen. Denn das ist eine der großen Herausforderungen dieser Zeit. Für das Miteinander benötige es "Räume", etwa auf dem Klosterareal oder im Oberdorf einen Spielplatz, und Betreuungsmöglichkeiten für unterschiedliche Altersgruppen, hob Maria Brohm hervor. Auch das Thema Schaffung bzw. Ermöglichung von bezahlbarem Wohnraum - ausgerichtet auch nach den Bedarfen für Familien und etwa Senioren - wolle man im Altort wie im Neubaugebiet Scheckert-Lausrain voranbringen, so Anette Heinrich. Die gute medizinische Versorgung wie die Möglichkeiten zum täglichen Einkauf gelte es zu stärken, genauso wie den Erhalt des öffentlichen Nahverkehrs und den Ausbau der Barrierefreiheit, fügte Markus Hüller hinzu. Ein reiches Kulturleben, ob mit Margaretenfest, mainART und schließlich dem 800jährigen Jubiläum der Gemeinde, sei ein Herzensanliegen, betonte Beate Hogen abschließend für diese Themengruppen.
Nach dieser recht umfassenden Vorstellung bestand die Möglichkeit zu Nachfragen - die gerne auch an anderer Stelle bei einer der weiteren Veranstaltungen gestellt wer-den können. Lukas Götz fasste zusammen: "Es lebt sich in Margetshöchheim gut. Dafür hat die Gemeinde mit Waldemar Brohm an der Spitze sehr viel getan und investiert. Das gilt es zu erhalten, fortzuführen und überlegt neue Akzente zu setzen. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten von uns nicht nur Ideen, sondern auch einen über-legten Plan, wie wir diese angehen wollen. Unser Team hat mit all seiner Kompetenz, Erfahrung und Motivation ein vielseitiges wie realistisches Programm vorgelegt. Es skizziert die Kern- und Lösungspunkte für das, worauf in Margetshöchheim ankommt. Über allem steht das konstruktive und gute Miteinander in unserer Gemeinde. So wollen wir es gemeinsam für Margetshöchheim anpacken.“