Sachstandsbericht kommunale Wärmeplanung
Die Gemeinde Margetshöchheim hat – gemeinsam mit den Gemeinden Zell und Erlabrunn- die Wärmeplanung an ein fachkundiges Büro vergeben. Durch dieses wurde in der Sitzung die Hintergründe und die Vorgehensweise der Planung erläutert. Anhand von Daten wie etwa der Kehrliste oder der Informationen zu dem Baujahr von Häusern wurde eine Karte mit dem theoretischen Wärmebedarf erstellt. Mit 76% wird derzeit der Großteil der Häuser mit Erdgas und Öl beheizt.
Wie zu erwarten stechen der Bedarf im Altort, an der Schule und der Margarethenhalle hervor.
Für den Bereich des Altortes sind Dank des Engagements der Eigentümer und des gemeindlichen Förderprogramms bereits eine große Anzahl an Häusern saniert bzw. werden gerade saniert und senken so ihren Energiebedarf. Die Schule wird bereits mit einer Wärmepumpe dezentral versorgt.
Es wird zwar eine weitergehende Einteilung des Ortsgebietes mit einer Empfehlung des Büros geben (dezentrale Versorgung/zentrale Versorgung prüfen etc.). Aber aufgrund der ersten Übersicht erwarten wir kein Empfehlung für ein flächendeckendes Wärmenetz für Margetshöchheim. Wir dürfen hier auch auf unsere sehr gut besuchte Veranstaltung zur Energie- und Wärmeversorung vom 06. November 2025 verweisen.
Auf Nachfrage, wie beim Neubaugebiet Scheckert/Lausrain die Einrichtung einer zentralen Versorgung gesehen wird, erklärte der Experte, dass in Neubaugebieten eine dezentrale Versorgung eher bevorzugt wird. Grund ist, dass die neuen Häuser einen sehr geringen Energiebedarf besitzen. Für die Einrichtung eines Wärmenetzes in einem Neubaugebiet sind die Grundstückseigentümer mit ins Boot zu holen und ein Betrieb des Netzes sicherzustellen.
Hier noch einige Antworten auf häufige Fragen rund um die kommunale Wärmeplanung:
Welche Potentiale gibt es in Margetshöchheim?
Das größte Potential bietet die Stromerzeugung mittels Photovoltaik.
Für die Installation einer Flußwärmepumpe müsste die Einrichtung eines Wärmenetzes quasi schon in trockenen Tücher sein und exakte Bedarfe feststehen.
Besteht nach dem Abschluss der Wärmeplanung ein Anspruch auf Bau eines zentralen Wärmenetzes.
Nein, dieser Anspruch besteht nicht. Die Gemeinde muss auch kein Wärmenetz betreiben.
Wie sieht es mit einem gemeinsamen Netz mit Zell aus?
In Zell wäre ebenfalls im Altort oder rund um das Rathaus das größte Potential. Aufgrund der großen Strecke bis dahin macht ein gemeinsames Nezt keinen Sinn.
Für ein Netz mit Veitshöchheim bräuchte es eine separate Betrachtung.
Werden die Ergebnisse der Wärmeplanung veröffentlicht?
Ja, die Ergebnisse werden auf der Gemeindehomepage veröffentlicht
Wie geht es weiter?
Gemeinsam mit der Gemeinde wird man sich den Altort näher anschauen, wie hier das Potential ist.
Anschließend wird über weitere Schritte beraten.