Sachstandsbericht Erweiterungsbau Kindertagesstätte
Der beauftragte Architekt stellte die überarbeiteten Planungen vor. Da die Gemeinde bzw. das von ihr beauftragte Unternehmen dem alten Planer kündigen musste, hat das Planungsbüro Haas&Haas den Auftrag übernommen. Neben notwendigen Umplanungen beim Brandschutz wurde das Gebäude etwas nach rechts geschoben, um etwas mehr als den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand zur Gas-Fernleitung zu haben. Die Nebengebäude für Mülltonnen etc. wurden deutlich reduziert und es wurde nun von Anfang an eine Photovoltaik-Anlage auf dem Flachdach vorgesehen. Das Erdgeschoss wird in Massiv- und das Dachgeschoss in Holzbauweise ausgeführt. Die vorgesehene Luft-Wärmepumpe kann auch die Räume zusammen mit der reduzierten Be- und Entlüftungsanlage kühlen. Aufgrund des Bodens ist ein umfangreicheres Fundament notwendig.
Informationen zum Thema Waldkindergarten
In der Sitzung waren die zuständige Mitarbeiterin des Landratsamtes (Fachaufsicht), die Leiterin unserer Kindertagesstätte anwesend. Normalerweise besteht das Waldkindergarten-Angebot aus einer Gruppe mit maximal 25 Kindern. Neben dem Betrieb eines Waldkindergartens durch einen neuen Träger gibt es auch die Option einer Waldkinder-Gruppe bei der bestehenden Kita. Die Fachaufsicht gab bei einer separaten Einrichtung zu bedenken, dass die Gefahr des „Überangebots“ bestehe und dann Räume im neu errichteten Erweiterungsbau leer stünden. Die Leiterin der Kita hat selbst in einem Waldkindergarten gearbeitet und ist sehr offen, eine Waldkindergarten-Gruppe einzurichten. Dies hätte auch den Vorteil, dass auch Waldkindergarten-Kinder während der ganzen Öffnungszeit der Kita betreut werden könnten. Bei einem separatem Waldkindergarten ist dies (längere) Nachmittagsbetreuung nicht immer gewährleistet. Auf Nachfrage führte die Fachaufsicht aus, dass bei einem separaten Träger kein Anspruch auf einen Defizitausgleich bestünde, es aber schwer zu vermitteln wäre, den bestehenden Träger der Kita anders zu behandeln als den Träger des Waldkindergartens.
Als nächstes soll nun eine Umfrage unter den Eltern erstellt werden und ein Unternehmen, dass mehrere Waldkindergärten betreibt, eingeladen werden.
Mainlände – Bauabschnitt 2, Entscheidung über Bereitstellung von Finanzmitteln
Bereits im Januar 2026 fasste der Gemeinderat einstimmig den Beschluss, das Projekt Bauabschnitt 2 zu verschieben, um die Genehmigungsfähigkeit des Gemeindehaushaltes sicherzustellen.
Hintergrund ist, dass der Bauabschnitt 2 über Kredite finanziert werden müsste. Diese müssen durch das Landratsamt genehmigt werden. Seitens des Landratsamtes wurde bei der Genehmigung des Gemeindehaushaltes 2025 eindeutig signalisiert, dass die Gemeinde nur noch zu Sicherung der Pflichtaufgaben wie z. B. die Kindertagesbetreuung oder dem Brandschutz Kredite aufnehmen darf. Ansonsten ist die drohe der Gemeinde sprichwörtlich der „Bankrott“.
In der anschließenden Diskussion wurde durch Teile der SPD/UB-Fraktion die Auffassung vertreten, dass -entgegen des einstimmigen Beschlusses vom Januar - nun doch Mittel für Bauabschnitt 2 eingestellt werden sollen. Man wisse nicht, ob die hohe Förderquote des Projektes dauerhaft so bleibe. Seitens der anderen Fraktionen wurde darauf verwiesen, dass trotz der hohen Förderquote durch die Gemeinde immer noch ein Betrag von über einer Millionen Euro durch die Gemeinde zu leisten ist. In den Folgejahren wären erhebliche Zins- und Tilgungsleistungen fällig, die der Gemeinde sprichwörtlich „die Luft abschnüren“ so CSU-Fraktionssprecher Bernd Scheumann.
Die Vorlage eines Haushaltes mit Bauabschnitt 2 würde durch das Landratsamt nicht genehmigt. Somit wären auch die anderen freiwilligen Leistungen der Gemeinde, wie etwa die Vereinsförderung, in Gefahr.
Trotz aller Argumente, bei der einstimmigen Beschlussfassung aus dem Januar zu bleiben, stimmten Teile der SPD/UB-Fraktion für die Aufnahme des Bauabschnitts 2 in den Haushalt 2026.
Haushalt 2026 mehrheitlich beschlossen
Beim anschließenden Tagesordnungspunkt über den Haushalt 2026 bedankten sich alle für die gute Vorarbeit der Kämmerei, die stets mit Geduld und hoher Kompetenz dem Gemeinderat zu Verfügung steht. Bürgermeister Lukas Götz betonte, dass die Gemeinde trotz aller finanziellen Engpässe Beachtlich leiste: Neubau des Mainsteges, Generalsanierung der Grund- und Mittelschule und der anstehende Erweiterungsbau der Kita.
Seitens des CSU-Fraktionssprechers Bernd Scheumann wurde auf die sehr unstetigen Zeiten verwiesen, in denen die Erfüllung der Pflichtaufgaben Priorität habe. Trotz aller Streich- und Sparmaßnahmen wurde die Vereinsförderung nicht angetastet.
Der Haushalt 2026 wurde mehrheitlich verabschiedet. Fünf Gegenstimmen kamen aus der SPD/UB-Fraktion.