Klimawandel in Mainfranken - Spannender Vortrag mit vielen Fragen für die Zukunft

Die Toskana ist im Frühjahr und Herbst ein beliebtes Reiseziel. Im Hochsommer wird die Region doch durchaus aufgrund der übermäßigen Hitze gemieden. Wissenschaftler Christian von der Stein von der Universität Würzburg stellte in seinem Vortrag aktuelle Forschungsdaten vor, die daraufhin hinweisen, dass sich die klimatischen Verhältnisse in unserer mainfränkischen Heimat in den nächsten Jahrzehnten jedoch denen in der Toskana annähern. Ein signifikanter Temperaturanstieg sowie eine Zunahme so genannter Tropennächte sind schon heute zu verzeichnen, bei denen die Temepraturen nachts nicht unter 20 Grad fallen. Das hat Auswirkungen auf unser Leben und unseren Alltag, v.a. auf unsere Gesundheit. Gleichzeitig sinken Niederschläge in unserer bereits trockenen Region bzw. drohen Starkregen mit verheerender Wirkung.
Der Untertitel des Vortragabends war bewusst wie folgt formuliert: "Was wir heute messen und morgen erwarten können - und was wir tun können!" Denn es ging nicht alleine darum, schier unausweichliche Herausforderungen aufzuzeigen und allein nur zu dramatisieren, und es ging auch weniger darum, was wir dem global verursachten Klimawandel entgegensetzen können - freilich etwa die Energie- und Mobilitätswende öffentlich wie privat bei uns voranzutreiben.
Zentral war vielmehr die Frage, wie wir den Folgen des Klimawandels lokal bestmöglich begegnen können: Mit der Schaffung von Grünflächen, dem Erhalt von Frischluftschneißen, mit Dach- und Fassadenbegrünung, mit Verschattung und Entsiegelung, mit einer sorgsamen Nutzung von Wasser etc.
Vieles, was die Gemeinde bewirken kann, einiges auch, bei dem jede und jeder ihren und seinen Beitrag leisten kann.
Nach regem Austausch dankten Lukas Götz und Bernd Scheumann dem Referenten für den äußerst informativen Vortrag und den Gästen für das große Interesse und versprachen einen thematischen Folgevortrag.